Mikroplastik, Plastikflasche am Strand

Mikroplastik

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Seit 1950 wurden bereits 8,3 Mrd. Tonnen Plastik hergestellt. Jeden Tag kommen wir mit Unmengen von Plastik in Berührung und damit meinen wir nicht nur die Verpackungen für Lebensmittel im Supermarkt.
Der Boden in vielen Häusern ist aus Plastik, die Kleidung, die wir tragen und mittlerweile auch unsere Lebensmittel?!?!

Mikroplastik im menschlichen Körper

Im Oktober 2018 wurde zum ersten Mal Mikroplastik im menschlichen Stuhl nachgewiesen. Bereits in früheren Studien wurde die chemische Verbindung Bisphenol A (BPA) im menschlichen Blut gefunden. Diese hormonell wirksame Chemikalie hat eine krebserregende und fortpflanzungsschädigende Wirkung auf Mensch und Tier. Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir dieses mit der Nahrung aufnehmen. Doch wie landet Mikroplastik auf unserem Teller?

Degradation von Kunststoffen

Durch Sonneneinstrahlung oder auch Meersalz, wird Plastik spröde und bricht in kleinere Fragmente. Dieser Prozess wird Degradation oder auch Photodegradation genannt. Sobald die Fragmente eine Größe von 5mm erreicht haben, werden sie als Mikroplastik bezeichnet.
Das fatale bei Kunststoffen ist, dass diese nicht biologisch abbaubar sind. Dies bedeutet: Plastik zerfällt in immer kleiner werdende Fragmente, welche im Endeffekt für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind.

So gelangt Mikroplastik in die Umwelt

Allein durch Reifenabrieb sind 2017 1.200 Gramm Mikroplastik (pro Kopf) entstanden. Der Reifenabrieb gelangt durch Regen und Wind in unsere Abwasser.

In Kläranlagen kann das Mikroplastik nicht zu 100% herausgefiltert werden und gelangt so in Flüsse/Meere. Fische und andere Meeresbewohner nehmen das Plastik mit der Nahrung auf, welche im Endeffekt selbst als Nahrung auf unseren Tellern landen.